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Im Schatten des Raucherhustens entwickelt sich häufig eine Krankheit, die sogenannte COPD (auf Englisch: Chronic Obstructive Pulmonary Disease), was etwa
soviel bedeutet wie chronische, die Atemwege einengende Lungenerkrankung. In der Schweiz sind ca. mehr als 350'000 Menschen betroffen. COPD, man könnte auch von Raucherlunge sprechen, nimmt rasch zu und kommt
schon gleich häufig vor wie Asthma. Die Krankheit bleibt in der Regel lange unentdeckt, da viele Betroffene anfänglich nur wenig Beschwerden haben. Je früher jedoch die COPD erkannt wird, umso besser ist die
Prognose, denn bei richtiger Behandlung lassen sich die Beschwerden bessern und das Fortschreiten der Krankheit kann gebremst werden. Oft wird COPD mit Asthma verwechselt, obwohl die beiden Krankheiten
unterschiedlich sind in bezug auf Symptome, Ursache und Therapie.
Was kann zu COPD führen ?
Die häufigste Ursache ist das Rauchen. Im deutlich geringeren Masse können auch andere gesundheitsschädliche Substanzen wie Staub, Dämpfe und Gase v.a. bei speziellen Berufen zu
COPD führen.
Was ist COPD ?
Der eingeatmete Rauch reizt die Bronchien, die dadurch vermehrt Schleim produzieren, welcher abgehustet werden muss (sog. Raucherhusten). Es kommt zu einer chronischen Entzündung der
Bronchien (chronische Bronchitis). Diese geht im weiteren Verlauf mit einer Verengung der Bronchien einher. Die Patienten leiden vor allem bei Anstrengungen unter Atemnot sowie Hustenattacken und verspüren
einen deutlichen Leistungsabfall. Zusätzlich kommt es zu einer Zerstörung der feinen Lungenbläschen, die somit zu grösseren Blasen zusammenschmelzen. Der Luftgehalt der Lunge vergrössert sich abnorm, sie
verliert an Elastizität (sog. Emphysem). Damit wird die Gasaustauschoberfläche verkleinert und die Lunge kann vor allem unter Belastung nicht mehr genügend Sauerstoff aufnehmen. Häufig wird COPD mit
Asthma verwechselt. Die COPD betrifft meistens Raucher, die Symptome beginnen mit ca. 40 Jahren und nehmen mit der Zeit schleichend zu; Allergien spielen keine Rolle; der Husten ist mit Auswurf verbunden und v.a.
morgens vorhanden; Atemnot tritt vorwiegend bei Belastungen auf. Beim Asthma hingegen sind Nichtraucher betroffen, die Symptome beginnen oft schon in der Kindheit und treten typischerweise anfallsartig auf; oft ist
die Urache eine Allergie; der Husten ist eher nachts und ohne Auswurf; die Atemnot tritt in Ruhe, v.a. nachts auf.
COPD wird häufig nicht erkannt
Mit einem Lungenfunktionstest, der Spirometrie, lässt sich COPD zwar diagnostizieren. Dennoch wissen längst nicht alle Betroffenen, dass sie an einer COPD leiden. Das hängt damit
zusammen, dass die Erkrankung schleichend verläuft und nicht wie beim Asthma von Anfang an von schweren oder plötzlich auftretenden Symptomen begleitet wird. Deshalb suchen COPD-Patienten viel seltener und später
den Arzt auf. COPD ist in der Bevölkerung auch viel weniger bekannt als Asthma, obwohl beide Krankheiten gleich häufig vorkommen. Die Weltgesundheitsorganisation WHO schätzt, dass COPD im Jahr 2020 die
dritthäufigste Todesursache sein wird. Heute sind weltweit jährlich ca. 2,75 Millionen Todesfälle auf COPD zurückzuführen, Tendenz steigend.
COPD kann behandelt werden
COPD ist eine eigenständige Krankheit und muss auch als solche therapiert werden. Asthma-Medikamente eignen sich dazu nur bedingt, es ist eine spezifische COPD-Behandlung nötig. Diese
besteht v.a. im Inhalieren von Medikamenten, die die Bronchien erweitern und die Schleimproduktion hemmen. Dadurch kommt es zu einer deutlichen Verbesserung der Atembeschwerden. Bei den neueren Medikamenten genügt
dabei meistens eine Anwendung 1-2x pro Tag. In fortgeschrittenen Krankheitsstadien ist auch die Inhalation mit Kortisonpräparaten sinnvoll, da diese stark gegen die Entzündung der Bronchien wirken. Die
regelmässige Einnahme von Medikamenten, die den Bronchialschleim verflüssigen, haben ebenfalls einen günstigen Einfluss auf die COPD. Ganz entscheidend ist der sofortige Verzicht auf das Rauchen.
COPD-Patienten sollten 1-2x pro Jahr sich in eine ärztliche Kontrolle begeben für die Kontrolle der Lungenfunktion. Zudem ist die jährliche Grippeimpfung im Oktober/November wichtig, da eine Grippe rasch zu einer
Verschlechterung der COPD und zu einer schweren Lungenentzündung führen kann. Einfache allgemeine Massnahmen wie gesunde Luft zu Hause in der Wohnung, Atem- und Bewegungsübungen sowie eine gesunde Ernährung und
Vermeidung von Uebergewicht haben ebenfalls einen günstigen Einfluss.
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