Ein kleiner Medikamentenratgeber
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Die richtige Dosierung eines Medikamentes

Der Heilungserfolg eines Medikamentes hängt entscheidend von der richtigen Dosierung ab (Einnahme wann, wie häufig, in welcher Menge, vor/nach/mit dem Essen). Diese ist individuell unterschiedlich und wird bestimmt durch Alter, Gewicht, und Gesundheitszustand/Begleiterkrankungen des Patienten. Es ist wichtig, dass die entsprechenden Verordnungen korrekt eingehalten werden. Wird eine geringere als die vorgeschriebene Menge eingenommen, wirkt ein Medikament ungenügend oder gar nicht. Werden z.B. Antibiotika zu gering dosiert oder unregelmässig angewendet, können die Erreger, die bekämpft werden sollten, eine Resistenz gegen das eingesetzte Antibiotikum entwickeln. In der Folge kommt es nach einer anfänglichen Besserung des Gesundheitszustandes zu einer zunehmenden Verschlechterung. Die Einhaltung der verordneten Dosierung ist aber auch deshalb wichtig, weil es einige Medikamente gibt, die nur über eine geringe therapeutische Breite verfügen. Dies bedeutet, dass der Dosierungsspielraum zwischen therapeutisch noch wirksamen Dosen und Dosierungen, bei denen schon ernsthafte unerwünschte Wirkungen oder Vergiftungen auftreten, relativ klein ist. Im weiteren gibt es Medikamente, die sehr lange - zum Teil über Wochen und Monate - im Körper verweilen und nur langsam ausgeschieden werden. Eine Einnahme solcher Medikamente in zu hohen Dosierungen oder zu kurzen Abständen führt zu akuten Vergiftungen mit ernsthaften gesundheitlichen Risiken.

Medikamenten-Wechselwirkungen

Gleichzeitig eingenommene andere Medikamente (auch Antibaby-Pille, pflanzliche Medikamente) können die Wirkung aber auch Nebenwirkungen eines Arzneimittels beeinflussen. Sind Sie deshalb vorsichtig, wenn sie zur gleichen Zeit bei mehreren Aerzten in Behandlung stehen oder sich zusätzlich noch selbst mit Medikamenten behandeln. Informieren Sie darum immer Ihren Arzt, welche andere Medikamente Sie bereits einnehmen. Dies gilt insbesondere, wenn Sie gewisse Präparate regelmässig und über längere Zeit einnehmen müssen. Manchmal werden vom Arzt aber auch absichtlich mehrere Medikamente verordnet, um ihre Wirkung zu verbessern oder eine Reaktion herbeizuführen, die ein Mittel allein nicht erzielen könnte. Anzufügen ist noch, dass Medikamente auch Wechselwirkungen mit bestimmten  Nahrungsmitteln und vor allem alkoholischen Getränken aufweisen können.

Medikamenten-Nebenwirkungen

Es gibt keine Medikamente ohne Nebenwirkungen! Die meisten Nebenwirkungen sind jedoch harmlos und klingen nach dem Ende der Therapie wieder ab. Entscheidend ist nicht, dass überhaupt Nebenwirkungen auftreten können, sondern wie gross das Risiko ist, dass sie auftreten. Grundsätzlich gilt, dass bei einem Arzneimittel gegen eine weniger schwer wiegende Erkrankung nur geringe Nebenwirkungen toleriert werden. Bei einem Medikament gegen eine lebensbedrohliche Erkrankung nimmt man in der Regel auch schwerere unerwünschte Wirkungen in Kauf. Es gilt also, den Nutzen der Heilwirkung gegen das Risiko möglicher Nebenwirkungen abzuwägen. Gewisse Arzneimittel können vom Patienten unbemerkt wichtige Körperfunktionen wie Leber- oder Nierenfunktion sowie die Blutbildung beeinflussen. Deshalb untersucht der Arzt  unter Umständen regelmässig das Blut. Treten Nebenwirkungen auf, genügt manchmal eine kleine Verringerung der Dosis um sie abzustellen. In manchen Fällen hilft jedoch erst der Wechsel zu einem anderen Mediament mit einer für Sie besseren Verträglichkeit.

Was Sie sonst noch wissen sollten

Nicht immer können Medikamente ohne weiteres eingenommen werden. Es gibt Situationen, in denen ein Arzneimittel nur unter bestimmten Bedingungen verabreicht werden darf, so zum Beispiel bei gestörter Leber- oder Nierenfunktion. Vorsicht geboten ist auch bei der Einnahme von Schmerzmitteln, wenn Magen- oder Darmgeschwüre diagnostiziert wurden. Zu berücksichtigen sind auch immer allfällige Medikamentenallergien. Besondere Vorsicht bei der Anwendung von Heilmitteln ist für Frauen während der Schwangerschaft und Stillzeit angezeigt. Das gleiche gilt auch beim Autofahren oder Bedienen einer Maschine, da manche Heilmittel schläfrig machen und das Reaktionsvermögen einschränken.

 

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