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Prostataleiden ?
Ein typisches Männerproblem
Prostata, ein männliches Organ......
Anatomisch gesehen liegt die Prostata unmittelbar am Ausgang der Harnröhre, unterhalb der Harnblase. Sie umschliesst die Harnröhre vollständig und gleicht in Form und Grösse einer
Kastanie. Die Prostata ist eine Drüse und produziert einen grossen Teil der Samenflüssigkeit. Dieses Sekret ist das Transportmittel der Samenzellen, dient zu deren Ernährung und neutralisiert das saure
Scheidenmilieu. Somit ist die Prostata, auch Vorsteherdrüse genannt, ein wichtiges Organ für die Fortpflanzung des Menschen. Sie wird vom natürlichen Steuerungsystem, den Geschlechtshormonen des Mannes, gesteuert.
Die Krankheit, die gutartige Prostatavergrösserung (BPH = benigne Prostatahyperplasie)
Ab 40 wächst die Prostata......
Etwa ab dem 40. Lebensjahr beginnt sich die Prostata zu vergrössern. Davon betroffen sind alle Männer. Die Ursachen dafür sind die Minderproduktion der Sexualhormone mit zunehmendem
Alter. Dadurch gerät das Hormongleichgewicht aus den Fugen. Die Theorie besagt, dass dieser Vorgang das Wachstum der Drüse anregt, wie dies auch bei anderen Hormondrüsen, wie bsp. der Schilddrüse der Fall sein
kann. Die genaue Ursache dieser Vergrösserung ist bis heute jedoch noch nicht bis ins Detail bekannt. Durch diese Vergrösserung der Drüse kann es zur Einengung der prostatischen Harnröhre kommen und damit
beginnen die typischen Beschwerden des älter werdenden Mannes.
Die Symptome......
Als erstes Zeichen für diese Vergrösserung zeigt sich eine Abschwächung des Harnstrahls. Es dauert somit länger bis sich die Blase völlig entleert. Zudem tritt oft ein lästiges
Nachträufeln von Harn auf. Daneben besteht häufiger als früher ein Drang zum Wasserlösen, typischerweise auch Nachts, was sehr störend sein kann. Dieser nächtliche Harndrang ist eines der typischen und meist
störenden Symptome, da die Männer mit zunehmender Prostatavergrösserung bis 4, 5 mal aufstehen müssen zum Wasserlassen. Begleitet durch das häufige Wasserlösen ist eine Verkleinerung der Harnportionen, welche
sich leicht messen lässt. Durch die Verengung der Harnröhre dauert es oft auch länger bis das Wasser läuft, das heisst, die Männer sitzen einige Sekunden auf der Toilette bis der Harn endlich läuft. In
späteren Stadien können zudem Brennen beim Wasserlösen, Infektionen der Prostata, oder der Blase und Schmerzen beim Wasserlassen auftreten. Wird die Prostata sehr gross, kann sie auf die umliegenden Regionen
drücken, was zu Spannungs- und Druckschmerzen im Damm- und Analbereich führen kann. Ev. entstehen sogar Krämpfe im Mastdarm, die Beschwerden beim Stuhlgang auslösen können. Typischerweise verstärkt werden all
diese Symptome nach dem Genuss von alkoholischen Getränken, kalten Füssen, Stuhlverstopfung und nach langem Sitzen.
Die Komplikationen......
Durch die Verengung der Harnröhre kann die Blase nicht mehr vollständig entleert werden. Dadurch kommt es zu einem Harnstau, ev. bis zur Harnverhaltung, das heisst, der Mann kann kein
Wasser mehr lösen. Dann hilft oft nur noch eine notfallmässige Kathetrisierung, um den Mann vor den damit verbundenen Schmerzen zu befreien. Die Bildung von Restharn, durch das unvollständige Entleeren der Blase,
führt zu vermehrter Häufigkeit von Infektionen der Blase und der Prostata. In schweren Fällen kann der Harnrückstau bis in die Nieren gehen, was zu Störungen der Nierenfunktion führt. Oft führt auch die
chron. Ueberlaufblase zu Harninkontinenz, d.h. zu unwillkürlichem Wasserverlust. Da der Druck der Blase bei enger Harnröhre grösser sein muss, verdickt sich die Harnblasenwand zunehmend, damit verkleinert sich
das Volumen der Harnblase, und der Kreislauf beginnt von vorne.
Wann zum Arzt oder Ärztin......
Grundsätzlich sollte jeder Mann ab 50 Jahren seine Prostata regelmässig kontrollieren lassen. Dabei wird vom Darm her mit dem Finger die Grösse, die Konsistenz sowie die
Oberflächenbeschaffenheit untersucht. Gleichzeitig wird in regelmässigen Abständen eine Blutkontrolle, das sogenannte PSA (Prostata-spezifisches Antigen), ein Marker für mögliche krebsige Entartung,
durchgeführt.
Bemerkt ein Mann zunehmende Beschwerden beim Wasserlösen, oder bei Anzeichen von Entzündungen der Harnwege, und insbesondere, wenn Blut im Urin oder im Samenerguss auftritt, sollte eine
Arztvisite unverzüglich vereinbart werden.
Nachstehend ein kleiner Selbsttest.
Fragen Antworten
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niemals
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seltenerals in einem von fünf Fällen
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seltener als in der Hälfte der Fälle
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zirka in der Hälfte der Fälle
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in mehr als der Hälfte der Fälle
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fast immer
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1. Wie oft während des letzten Monats hatten Sie das Gefühl, dass Ihre Blase nach dem Wasserlösen nicht ganz geleert war?
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0
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1
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2
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3
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4
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5
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2. Wie oft während des letzten Monats mussten Sie in weniger als 2 Stunden ein zweites mal Wasserlassen?
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0
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1
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2
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3
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4
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5
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3. Wie oft während des letzten Monats mussten Sie beim Wasserlösen mehrmals aufhören und wieder neu beginnen?
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0
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1
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2
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3
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4
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5
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4. Wie oft während des letzten Monats hatten Sie Schwierigkeiten, das Wasserlassen hinauszuzögern?
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0
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1
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2
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3
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4
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5
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5. Wie oft während des letzten Monats hatten Sie einen schwachen Strahl beim Wasserlösen?
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0
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1
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2
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3
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4
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5
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6. Wie oft während des letzten Monats mussten Sie pressen oder sich anstrengen, um mit Wasserlassen zu beginnen?
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0
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1
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2
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3
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4
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5
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niemals
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einmal
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zweimal
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dreimal
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viermal
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fünfmal oder mehr
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7. Wie oft sind Sie im letzen Monat im Durchschnitt nachts aufgestanden, um Wasser zu lösen?
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0
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1
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2
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3
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4
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5
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Beantworten Sie die obigen Fragen, indem Sie das jeweilige Feld ankreuzen und zählen Sie die Anzahl Punkte zusammen. Je höher die Gesamtpunktzahl, desto schneller sollten Sie das
Problem mit Ihrem Arzt besprechen. Ansonsten nehmen Sie den ausgefüllten Bogen zur nächsten Arztkontrolle mit und besprechen das Resultat mit Ihrem Hausarzt.
Therapie bei Prostatavergrösserung......
Selbsttherapie, Vorbeugung
- Achten Sie auf Veränderungen beim Wasserlösen, wie oben beschrieben.
- Beugen Sie durch zweckmässige Kleidung Unterkühlungen in der Blasenregion vor.
- Geniessen Sie Alkohol nicht im Übermass und vermeiden Sie Nikotin.
- Entleeren Sie die Blase regelmässig und vollständig, zögern Sie das Wasserlösen nicht zu lange hinaus.
- Vermeiden Sie Stuhlverstopfungen.
- Einzelne Pflanzen, welche in Form von Tabletten erhältlich sind können Beschwerden lindern. (Kürbis, Blütenpollen, Weidenrosen, etc)
Ärztliche Therapiemöglichkeiten
Der sogenannte Goldstandart in der Therapie ist bis heute die Prostataoperation, welche heute
in über 90% der Fälle durch die Harnröhre („kleine Operation“) erfolgt, durch eine sogenannte TUR. (transurethrale Prostataoperation). Diese TUR kann heute mittels klassischer
„Messermethode erfolgen, oder neu auch mittels Laser oder Wärmetherapie (Mikrowellen). In Entwicklung sind Methoden mittels Ultraschall. Eine Operation kann dann notwendig werden,
wenn die medikamentösen Therapiemöglichkeiten nichts mehr nützen, bei krebsiger Entartung oder nach Harnverhaltungen. Diese Methode der Operation hat heute eine Erfolgsaussicht von
85%. Die Komplikationen nach der Operation, wie Harninkontinenz (unwillkürlicher Wasserverlust), Impotenz, fehlender Samenerguss sind zum Glück selten geworden. Vor einer
notwendigen Operation gibt es heute zwei Arten von modernen Medikamenten, welche das Wachstum der Prostata hemmen, oder sogar die Grösse der Prostata verkleinern können.
Diese Medikamente sind leider teuer und werden von den Krankenkassen nicht immer bezahlt. Das Gleiche gilt für die pflanzlichen Medikamente. Daneben wirken diese Medikamente nur so
lange wie sie eingenommen werden.
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