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Ringelröteln (Erythema infectiosum)
 
Vorkommen
- Ringelröteln oder Erythema infectiosum sind eine relativ seltene Kinderkrankheit. Obwohl sie nur selten auftreten, kommt es doch alle 3 bis 5 Jahre zu kleinen
Epidemien, vor allem in Kindergärten und Schulen.
Ringelröteln haben nichts mit Röteln zu tun.
Erreger
Ansteckung
- Die Ansteckung erfolgt über Tröpfchen aus dem Nasen- Rachenraum (z.B. beim Niesen, Husten, Händeschütteln)
Inkubationszeit
- Die Zeit zwischen der Ansteckung und dem Erkrankungsbeginn beträgt 7 - 18
Tage. Ringelröteln sind nur während der Inkubationszeit ansteckend, sobald der typische Ausschlag erscheint, besteht keine Ansteckungsgefahr mehr.
Krankheitszeichen
- Symptome treten nur bei etwa 25% der Infizierten auf. Manchmal kommt es etwa
1 Woche nach der Ansteckung zu leichtem Fieber, Kopfschmerzen und Muskelschmerzen.
- 3 Wochen nach der Ansteckung treten oft girlandenförmige Ausschläge an drei
Hauptlokalisationen auf: schmetterlingsförmig im Gesicht, an den Streckseiten der Extremitäten und am Rumpf. Manchmal besteht auch Juckreiz. Vor allem bei
Erwachsenen kann es zu Gelenkentzündungen und Anämien (Blutarmut) kommen.
Diagnose
- Die Diagnose kann nur mit Blutuntersuchungen (Serologie) gestellt werden
Vorbeugung
- Es gibt keine Impfung gegen Ringelröteln. Eine Vorbeugung vor Ansteckung ist
nicht möglich, da die Krankheit nur ansteckend ist, bevor die typischen Krankheitszeichen (Ausschlag) auftreten.
Behandlung
- Keine. Höchstens Symptombehandlung möglich.
Kindergarten/Schule
- Ein Schulausschluss von erkrankten Schülerinnen und Schülern ist unsinnig,
da bei Diagnosestellung (Ausschlag) keine Ansteckungsgefahr mehr besteht.
Immunität
- Nach durchgemachter Erkrankung besteht eine lebenslange Immu-nität. Bis 65
% der Erwachsenen haben die Ringelröteln durchgemacht und sind immun.
Schwangerschaft
- Besondere Bedeutung hat die Infektion mit dem Ringelrötelnvirus in der
Schwangerschaft: Bei Infektion einer Schwangeren kommt es in 5 bis 10% der Fälle zu fetalen Komplikationen. Die Gefährdung für den Fetus ist am grössten
zwischen der 20. und 28. Schwangerschaftswoche. Die Folge der fetalen Erkrankung ist ein Abort (Fehlgeburt), wobei eine intrauterine Behandlung der
Erkrankung möglich ist. Spätschäden des Kindes nach Infektion bzw. intrauteriner Behandlung sind nicht bekannt.
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