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Sonne, Sommer, Wind und Wasser besonnen geniessen
Wieviel Sonne brauchen wir?
Sonne ist notwendig für alles Leben auf dieser Erde. Wir können ihre übermächtige
Energie jedoch nur aushalten, weil es um die Erde einen Schutz gibt: die OZONSCHICHT. Diese wirkt wie ein Filter, der die gefährlichsten Strahlen zurückhält und mildert. Sonnenlicht tut uns gut. Es belebt uns,
spendet das für unsere Knochen und Nerven notwendige Vitamin D, fördert die Durchblutung, wirkt antidepressiv, macht gute Laune und stärkt allg. unser Abwehrsystem. Zuviel Sonne aber bedeutet Gefahr vorallem für
unsere Haut. Viele von uns können nicht mehr zwischen einer wohltuenden und einer Überdosis UV-Strahlen unterscheiden. Dies gilt sowohl für die natürliche Sonne als auch für die künstlichen Sonnen in
Solarien. Die für die Haut entscheidenden UVA- und UVB-Strahlen machen knapp 5% des Sonnenlichtes aus. Die UVB-Strahlen regen die Pigmentzellen der Haut an und bewirken dadurch eine Rötung und Bräunung der Haut.
Zudem verdicken sie die Hornschicht und bilden somit eine Lichtschwiele. Damit verschafft sich die Haut einen gewissen Eigenschutz. Zuviel UVB-Strahlung führt aber zu Sonnenbrand und dadurch zu erhöhtem
Hautkrebsrisiko. Unsere nur 0,2mm dicke Oberhaut kann 80% der UVB-Strahlung abfangen. Nicht ganz so erfolgreich ist die Haut bei den UVA-Strahlen, welche sie nur zu 50% filtern kann. Die UVA-Strahlen dringen durch
die Oberhaut in die Lederhaut vor, machen diese unelastisch, was zu verstärkter Hautfaltenbildung und zu vorzeitiger Hautalterung führt. (Solarien) UV-Strahlen bleichen zudem die Haare, trocknen diese aus, machen
sie spröde und glanzlos.
Warum ist nun ein Sonnenbrand so schädlich?
Das Problem ist keineswegs nur kosmetisch. Sonnenbrände, ja sogar schon leichte Rötungen beeinträchtigen die Arbeit der Zellen.
Geschieht dies häufig, wird die natürliche Fähigkeit, Schäden zu reparieren, gestört. Dadurch fallen die Bildung neuer und das Absterben alter Zellen aus dem Rhythmus, was zu Hautkrankheiten (Sonnenallergie,Ekzeme,
Herpes usw.) führen kann. Mit der Zeit kann sich aber auch Hautkrebs bilden. Diese Melanome können aber auch an sonnengeschützten Körperstellen auftreten. Ein Grund dafür könnte sein, dass übermässige
Sonnenbestrahlung das natürliche Abwehrsystem generell schwächt. Zellbiologisch gesehen verändert die UV-Strahlung direkt das Erbgut der Haut, was eben zu Hautkrebs führen kann.
Faustregel: 2x mehr Sonne = 2x mehr Hautkrebs
Rund ums Sonnenbaden
Am stärksten ist die Strahlung zur Mittagszeit, im Sommer, nahe beim Äquator und in den Bergen. Wegen der Spiegelung gefährlich sind Wasser, Schnee,
heller Sand, Betonflächen usw. Einfache Tips für gesundes Sonnenbaden
- Auch am Schatten werden Sie braun. Schatten ist der beste, gesündeste und billigste Sonnenschutz. Am Schatten ist die Sonneneinstrahlung immer noch 80%.
- UV-Strahlen haben eine Langzeitwirkung: Eine Rötung kann noch Stunden nach der Exposition auftreten.
- Lassen Sie Ihrer Haut Zeit. Halten Sie sich anfänglich nur kurz an der Sonne auf, damit sich der Hauteigenschutz aufbauen kann.
- Verzichten Sie auf Parfums, bevor Sie an die Sonne gehen. Diese können Hautflecken verursachen.
- Benützen Sie Sonnenschutzmittel mit hohem Lichtschutzfaktor (LSF) und wählen Sie wasserfeste Sonnencremen.
- Benützen Sie Sonnenhüte und Sonnenbrillen, damit schützen Sie Ihre Kopfhaut und vorallem Ihre Augen.
- Denken Sie daran dass „Braun“ sein im Alter zu verstärkter Hautfaltenbildung führen kann.
- Tragen Sie Sonnenschutzmittel eine halbe Stunde vor dem Besonnen auf.
- Je nach individuellem Hauttyp schützen Sie sich mehr oder weniger.
- Kinder sind besonders gefährdet, weil der Eigenschutzmechanismus noch nicht ausgereift ist.
- Bis zum Alter von vier Monaten sollten Kleinkinder nur am Schatten bleiben
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Die Wahl des Sonnenschutzmittels
Sonnenschutzmittel gibt es heute in mannigfaltiger Auswahl: Cremen, Milchen, Emulsionen und Gels, sowie Öle. Die meisten
enthalten heute UVA- und UVB-Schutzfaktoren, sie sind vielfach wasserfest, schwitzbeständig und deklarieren den Schutzfaktor, welchen Sie besonders beachten müssen. Leider sind die verschiedenen Schutzfaktoren der
verschiedenen Produkte nicht untereinander vergleichbar, da es diverse Methoden gibt, diesen Schutzfaktor zu bestimmen. Achten Sie auf einen Schutzfaktor über 15 und wählen sie insbesondere für Kinder eine
wasserfeste Sonnencreme. Verzichten Sie auf Gels, da diese die Haut austrocknen. Leiden Sie unter Ausschlägen oder Allergien, wählen Sie die haute für diese Menschen speziell gefertigten Produkte. Der
Lichtschutzfaktor gibt an, wieviel länger Sie an der Sonnen bleiben können ohne Schaden zu nehmen. Diese Zeit hängt vom individuellen Hauttyp und der damit verbundenen individuellen Eigenschutzzeit ab. In der Regel
wird diese Zeit massiv überschätzt. Multiplizieren Sie den Lichtschutzfaktor mit Ihrer individuellen Eigenschutzzeit, erhalten Sie die Zeit an der Sie gefahrlos an der Sonnen bräunen können. Diese Zeit wird jedoch
durch Wind, Wasser, Schwitzen usw. Verkürzt. Bedenken Sie, dass mehrfaches Einreiben die gefahrlose Zeit nicht erhöht. Dennoch sollten sie sich, auch bei wasserfesten Präparaten, nach längerem Baden erneut einreiben
um den Schutz nicht zu verlieren.
Hauttypen
Typ1:
rotblondes Haar, helle Augen, sehr heller Teint, Sommersprossen, nur langsame Bräunung und extrem schnell Sonnenbrand.
Eigenschutzzeit: 5 - 10 Minuten Typ2:
blondes Haar, helle Augen, heller Teint, oft Sommersprossen, langsame Bräunung, rasch Sonnenbrand.
Eigenschutzzeit: 10 - 20 Minuten Typ3:
der häufigste Hauttyp in der Schweiz: braunes Haar, mittlerer Teint, sowohl helle als auch dunkle Augen, gute Bräunung und nur manchmal Sonnenbrand, sofern sich die Haut daran gewöhnen kann.
Eigenschutzzeit: 20 - 30 Minuten Typ4:
dunkelbraunes oder schwarzes Haar, dunkler Teint, dunkle Augen, selten Sonnenbrand, immer braun.
Eigenschutzzeit: ca. 45 Minuten Je nach Ihrem individuellen Hauttyp sollten Sie den Sonnenschutz auswählen. Denken Sie daran, dass vor vorzeitiger Hautalterung und der Bildung von Altersflecken durch
zuviel Sonne auch die dunkelhäutigen nicht geschützt sind. Vergessen Sie im Hochsommer, am Meer und in den Bergen die Sonnenbrille nicht, denn unsere Augen sind extrem Lichtempfindlich.
Spezielles bei Kindern
Kinder brauchen Licht und Sonne, um gesund zu wachsen. Allerdings genügen schon einige Minuten indirekte Bestrahlung täglich. Kinderaugen und Kinderhaut sind besonders anfällig,
wegen dem noch fehlenden Eigenschutz. Untersuchungen beweisen, dass sich das Krebsrisiko um das 20fache erhöht, wenn es in den ersten 20 Lebensjahren zu mehrfachen Sonnenbränden gekommen ist. Zudem haben heute viele
Menschen bis zum Alter von 20 Jahren bereits 80% der UV-Lebensdosis aufgenommen. Bedenken Sie, dass sich die Bedingungen im Vergleich zu früher geändert haben, vorallem durch die Verdünnung der Ozonschicht und der
damit verbundenen intensiveren Sonneneinstrahlung. Leider zeigen Untersuchungen, dass heute jedes hundertste Kind riskiert, später an Hautkrebs zu erkranken. Vermeiden Sie Babyöl, vor dem Sonnenbad; es
macht die Haut noch lichtempfindlicher. Empfehlenswert für kleine Kinder sind Sonnenschutzmittel mit Mikropigmenten oder Zink, die die UV-Strahlung besser abblocken.
Mein Tip: Besonnen geniessen und Sie
geniessen Ihren Sommer doppelt und vorallem ohne Sonnenbrand.
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